Gesetzliche Neuregelungen seit 1. Januar 2013: Bevollmächtigte Bezirkschornsteinfeger

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Ein bevollmächtigter Bezirksschornsteinfeger
– was ist das überhaupt?

Mit Wirkung vom 29.11.2008 ist das neue Schornsteinfeger-Handwerksgesetz in Kraft getreten. Wesentliche Neuerungen in diesem Gesetz sind die Lockerung des Kehrmonopols, die Vergabe der Kehrbezirke auf Zeit, sowie die Übertragung der Verantwortung und Haftung auf die Hauseigentümer. Bisher versorgte Sie alleine Ihr zuständiger Bezirksschornsteinfegermeister innerhalb seines Kehrbezirks mit sämtlichen Leistungen rund um Feuerstätte und Abgasanlage. Das neue Schornsteinfeger-Handwerksgesetz sieht nun vor, dass Sie seit Januar 2013 jeden zugelassenen Schornsteinfegerbetrieb mit Reinigungs-, Mess- und Überprüfungsaufgaben beauftragen können. Die so genannten „hoheitlichen“ Aufgaben wie Brandschutz und die Abnahme von Feuerungsanlagen sind dem „bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger“ vorbehalten. Im Wesentlichen werden alle Bezirksschornsteinfegermeister zu bevollmächtigten Bezirksschornsteinfegern, die Sie dann in gewohnter Weise zuverlässig und kompetent rund um Ihre Feuerstätten und Abgasanlagen betreuen werden.


Warum ist der bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger die allererste Wahl?
Aufgrund der Lockerung des Kehrmonopols können Sie sich zwar auch andere Schornsteinfeger für die Durchführung der nicht hoheitlichen Dienstleistungen wie Reinigungs-, Mess- und Überprüfungsarbeiten anbieten. Dennoch bleibt Ihr bevollmächtigter Bezirksschornsteinfeger für Sie immer allererste Wahl, denn:

1. Als Schornsteinfegerinnungsbetrieb ist er den handwerklichen Ausführungsregeln und
Qualitätsstandards des Schornsteinfegerhandwerks verpfl ichtet. Jeder unserer Mitgliedsbetriebe ist darüber hinaus nach DIN EN ISO 9001 und 14001 zertifi ziert und wird regelmäßig von unabhängiger Stelle überwacht.

2. Ein lückenloses Aus- und Weiterbildungssystem im Schornsteinfegerhandwerk sorgt
dafür, dass alle bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger immer auf dem aktuellen Wissensstand bzgl. Neuerungen in Sachen Sicherheit, Umwelt und Energieeinsparung sind.

3. Durch seine langjährige Betreuung, kennt niemand sonst Ihre Heizungsanlage besser. Auf Basis einer lückenlosen Dokumentationen Ihrer Anlagentechnik kann er Sie verlässlich und unabhängig in allen Fragen rund um Ihre Feuerstätten und Abgasanlagen beraten.

Gesetzliche Neuregelungen seit 1. Januar 2013: Feuerstättenbescheid

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Ihr Fahrplan für ein sicheres, warmes Zuhause

Alle 5 Jahre bzw. nach 2013 zweimal alle 7 Jahre führt der für Sie zuständige Bezirksschornsteinfegermeister, später bevollmächtigter Bezirksschornsteinfeger genannt, eine Feuerstättenschau in Ihrem Gebäude durch. Diese Begutachtung aller Feuerungsanlagen (Feuerstätte einschließlich Abgasanlage) dient dem vorbeugenden Brandschutz. Nur mit betriebs- und brandsicheren Feuerungsanlagen lässt sich ein warmes Zuhause auch unbetrübt genießen, denn keine Feuerstätte ist eigensicher, und selbst unbedeutende Baufehler oder Verschleißerscheinungen können zu Hausbränden oder Gefahren für Leib und Leben führen. Niemand als Ihr Schornsteinfeger weiß besser, worauf zu achten ist, um Gefahren zu vermeiden. Daher hat ihn der Gesetzgeber trotz weitgehender Liberalisierung der Schornsteinfegerarbeiten alleine mit dieser wichtigen Aufgabe betraut. Ihre Sicherheit, für die wir persönlich haften, ist uns wichtig. Nach jeweils erfolgter Feuerstättenschau erhalten Sie zukünftig einen Feuerstättenbescheid.

Dieser gibt Ihnen als Eigentümer Auskunft darüber, welche Reinigungs-, Überprüfungs- und Messarbeiten an den in Ihrem Gebäude betriebenen Feuerungsanlagen durchzuführen sind und verzeichnet die jeweils einzuhaltenden Fristen. Nach dem neuen Schornsteinfeger-Handwerksgesetz wird Ihnen nun die Verantwortung dafür übertragen, dass alle auf dem Feuerstättenbescheid vermerkten Tätigkeiten an Ihren Feuerungsanlagen durchgeführt werden. Die Ausführung können Sie ab 2013 frei an dafür zugelassene Schornsteinfeger übertragen, die Ihnen die ordnungsgemäße Durchführung nach Abschluss der Arbeiten auf dafür vorgesehenen Formularen bestätigen müssen.

Diese müssen Sie dann an Ihren zuständigen Bezirksschornsteinfegermeister bzw. bevollmächtigen Bezirksschornsteinfeger weiterleiten. Dieser kontrolliert die Durchführung der vorgeschriebenen Arbeiten und die Einhaltung der Fristen und löst ggf. Mahnungen bzw. Ersatzvornahmen aus. Von der Verantwortung, die Ihnen der Gesetzgeber übertragen hat, können wir Sie leider nicht entbinden. Sofern Sie jedoch Ihren zuständigen Bezirksschornsteinfegermeister bzw. bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger in gewohnter Weise auch weiterhin mit der Ausführung der notwendigen Arbeiten beauftragen, können wir Ihnen den lästigen und zeitraubende Formularkrieg ersparen. Für weitere Informationen beraten wir Sie gerne:  Kontakt

Gesetzliche Neuregelungen seit 1. Januar 2013: Zwei Gesetze, zwei Aufgaben

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Die Arbeiten des Schornsteinfegers basieren im Wesentlichen auf zwei Rechtsgrundlagen. Hier ein kurzer Überblick:

1. Sicherheit : KÜO
Die Bundes-Kehr- und Überprüfungsordnung (KÜO) regelt das ureigenste Aufgabengebiet des Schornsteinfegerhandwerks: die Betriebs- und Brandsicherheit. Im Rahmen dieser regelmäßigen Sicherheitsüberprüfung kontrolliert der Schornsteinfeger beispielsweise den Kohlenmonoxid (CO)-Gehalt und den ungehinderten Abzug der Abgase. Außerdem prüft und reinigt er Schornsteine und Abgasleitungen. Die neue KÜO gilt seit Januar 2010 bundesweit.

2. Umweltschutz: 1. BImSchV
Die in der Ersten Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (1. BImSchV) erfassten Aufgaben dienen dem Umweltschutz. Der Schornsteinfeger ermittelt zum einen den Wärmeverlust über die Abgase von Öl- und Gasheizungen und zum anderen Rußmenge bzw. Ölrückstände. Neuerdings wird auch der CO-Gehalt bei Ölheizungsanlagen erfasst. Die Ergebnisse geben Hinweise darauf, ob eine Anlage effizient und umweltschonend arbeitet. Für jeden Messwert gelten bestimmte Grenzwerte, die nicht überschritten werden dürfen. Bei Heizkesseln für feste Brennstoffe (z.B. Pellet- oder Hackschnitzelheizungen) werden Staubemissionen und der CO-Gehalt überprüft.